Flat Lays fotografieren: So geht es!

Egal, ob auf Webseiten, auf Facebook oder im Newsletter: Du möchtest Deine Produkte oder Dienstleistungen online in einem attraktiven Licht präsentieren und Deine ganz persönliche Geschichte erzählen. Aber Du weißt nicht so recht, wie Du richtig gute Fotos hinbekommst? Ich erzähle Euch heute etwas über Lays. Kennt Ihr nicht? Dann wird es höchste Zeit…

Flat Lays – Fotografieren von oben

Flat Lays – das hört sich erst einmal komisch an, ist aber etwas, das wir alle kennen. Damit sind Fotos gemeint, die Produkte aller Art in einem möglichst geraden Winkeln von oben abfotografieren. Blogger, Agenturen und Berater benutzen die angesagte Art der Fotografie, um Dinge stylisch und übersichtlich in Szene zu setzen. Stellt Euch einmal vor, Ihr führt ein Café und wollt Eure Gäste über Facebook auf Euch aufmerksam machen. Dann solltet Ihr präsentieren, was Ihr an Leckereien verkauft oder Ihr an Dienstleistungen anbietet. So könnte dann zum Beispiel ein Flat Lay aussehen. Sieht ganz schön gemütlich aus, oder?

Flat Lay Gastronomie

Photo by Alisa Anton on Unsplash

Was will ich mit einem Flat Lay zeigen?

Zuerst solltest Du Dir die Frage stellen, was Du deinen Lesern auf Deiner Webseite, auf Facebook oder im Blog eigentlich zeigen möchtest. Hast Du vielleicht ein Produkt des Monats, das Du regelmäßig präsentieren willst? Oder bietest Du in Deinem Shop verschiedene Produkt-Kategorien an, die Du Deinen potenziellen Besuchern schmackhaft machen möchtest? Oder hast Du vielleicht keine Produkte, sondern eine Dienstleistung zu verkaufen? Auch die könntest Du mit einer solchen Fotografie attraktiv darstellen.

Sobald Du eine Idee im Kopf hast, mach Dich an die Auswahl und sammle die Produkte zusammen, die Du ablichten willst. Bleiben wir beim Beispiel Café: Du verkaufst Kaffee und Kuchen? Das ist toll, aber vielleicht kannst Du wie auf dem Bild noch etwas mehr zeigen, damit Du auf dem Bild eine Atmosphäre herstellst. Geschirr und Besteck, Blumen und Servietten und Deine Speisekarte oder ein Lifestyle-Magazin zeigen dem Leser: Bei uns kannst Du relaxen und dabei ein Stück Kuchen genießen.

von oben fotografiert

Hier würde ich gerne Mäuschen spielen… Photo by STIL on Unsplash

Flat Lays im wilden Mix oder gradlinig fotografieren?

Nun fragst Du Dich vielleicht, wie man denn die Produkte alle anordnen soll. Dabei sind Dir im Grunde keine Grenzen gesetzt. Denn es funktioniert der wilde Mix – oder sagen wir mal – das geplante Chaos. Aber genauso lassen sich Produkte sehr gradlinig fotografieren. Beides ist erlaubt. Mein Tipp: Du solltest versuchen, Dich für einen Stil zu entscheiden, damit man später bei unterschiedlichen Produkten erkennen kann, dass die Fotos aus Deiner Hand kommen. Das liefert Dir einen Wiedererkennungswert.

Gradlinige Fotografie ist schwieriger als man denkt. Versuche Dir vorzustellen, dass Du ein imaginäres Gitter hast, an dem Du Deine Produkte ausrichtest. Das Beispiel zeigt Dir ganz gut, wie es aussehen könnte. Einmal angeordnet musst Du nun darauf achten, die Kamera wirklich von oben auf das Motiv zu richten, um die Produkte tatsächlich im graden Winkel von oben abzulichten.

Fotografieren mit Flat Lays richtig gemacht

Photo by Dustin Kirkpatrick on Unsplash

Achte auf den passenden Farbmix

Auch der nächste Tipp hört sich einfach an, ist aber für das perfekte Bild unendlich wichtig: Versuche Dir eine harmonische Farbpalette zurechtzulegen. Je einheitlicher ein Bild auch in seiner Farbgebung ist, umso attraktiver sieht das Endergebnis aus. Mein Tipp: Experimentiere einfach ein wenig herum. Ich bin mir sicher, auch Du findest ein gutes Farbspektrum für Dich und Deine Produkte.

Flat Lays

Foto: Tea and Scones

Der perfekte Untergrund zum Fotografieren von Flat Lays

Vielleicht kommen wir nun zum schwierigsten Teil der Flat Lay-Fotografie: Der passende Untergrund. Egal, was Du tust: Im Grunde brauchst Du immer einen neutralen Hintergrund. Aber woher nehme ich den? Nun, hier kommen einige Beispiele:

  • Ein weißes Bettlaken
  • Ein großes Stück sauber angemalte oder angesprühte Pappe
  • Tapetenrollen aus dem Baumarkt (halte nach Restposten Ausschau)
  • Sperrholzplatten
  • Ein großer Holztisch mit schöner Maserung
  • Unifarbene Tischdecken
  • Sand

Achte darauf, dass der Untergrund in jedem Fall groß genug ist für die Dinge, die Du abfotografieren möchtest. Denn sonst ergeben sich beim Fotografieren später am Rand Kanten, die Du aufwändig mit einem Bildbearbeitungsprogramm entfernen musst. Also die Fläche lieber ein wenig großzügiger auslegen.

Ohne Licht geht nichts

Ohne ein gutes Licht wird auch die beste Anordnung Deiner Produkte nichts. Am besten ist es grundsätzlich, wenn Du Tageslicht verwenden kannst. Gut eignen sich dafür Tage, die nicht zu düster sind, aber an denen auch nicht zu grell die Sonne scheint. Suche Dir nach Möglichkeit einen etwas bedeckten Tag und eine gute Stelle im Haus, die Dich mit Licht versorgt, ohne dabei Schatten zu werfen. Denn Schatten willst Du auf Deinem Bild nach Möglichkeit vermeiden. Falls Du häufiger fotografieren möchtest, könntest Du auch in eine Tageslichtlampe investieren. Dazu einfach mal beim Elektrik-Fachhandel nachfragen.

Versuche darauf zu achten, dass das Bild an sich schon so gut wie möglich wird. Später kannst Du am PC noch einige kleinere Details verändern oder einen Filter über das Bild legen. Am einfachsten kannst Du das mit der automatischen Foto-Funktion von Windows machen. Dort kannst Du im Bearbeitungsmodus Licht hinzunehmen oder wegdrehen, schärfen, Flecken entfernen oder kleinere Filter darüber legen. PicMonkey ist eines meiner Lieblingstools zur Fotobearbeitung, kostet allerdings monatlich ein wenig Geld. Und Profis kommen natürlich mit dem großen Bildbearbeitungsprogramm Photoshop gut zurecht. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass es gerade Einsteiger aufgrund der Fülle der Funktionen überfordert.

So minimalistisch könnte zum Beispiel ein Steuerberater darauf hinweisen, dass es bald Zeit für die nächste Einkommensteuer-Erklärung wird. Photo by Estée Janssens on Unsplash

Schöne Vorlagen schaffen

Manchmal möchte man Motive erstellen, auf denn noch ein wenig Text hinzugefügt werden soll. Auch das lässt sich mit den Flat Lays wunderbar umsetzen. Allerdings musst Du darauf achten, dass Du einen bestimmten Bereich frei lässt, den Du später für das Hinzufügen des Textes verwenden kannst.

Tolle Grafiken lassen sich übrigens über das – in der Grundbasis – kostenlose Programm Canva erstellen. Dort kannst Du Deine Bilder hochladen, ein wenig bearbeiten und mit tollen Textbausteinen oder Formen versehen. Der Vorteil: Selbst einfachste Bilder sehen später professionell aus.

Hier könnte eine Werbebotschaft stehen…. Photo by LUM3N on Unsplash

Mit welcher Kamera fotografiere ich eigentlich?

Obwohl es heute nicht um einen Kameravergleich gehen soll, nur so viel zum Thema: Fotografiert man viel und eher professionell, macht die Investition in eine gute Kamera an irgendeinem Punkt Sinn. Ich selbst fotografiere mit der Systemkamera Olympus OM-D E-M10 Mark II. Sie ist leicht, macht tolle Bilder und hat rein optisch einen leichten Retrolook, der mir gefällt. Doch für den Anfang lassen sich auch mit normalen Smartphone-Kameras wunderschöne Aufnahmen machen. Das nächste Bild ist zum Beispiel mit der Kamera des iPhone 7 entstanden – Laien würden auf den ersten Blick keine großen Unterschiede erkennen.

Ein solcher Edgy Look lässt sich auch gut mit Smartphone Kameras hinbekommen. Foto: Tea and Scones

Erzähle Deine ganz persönliche Geschichte

Geht es Dir bei Deinem Business auch darum, nicht nur Dein Produkt, sondern auch Dich selbst zu vermarkten? Menschen kaufen bei Dir ein, weil sie Vertrauen in Deine Dienstleitung, aber auch in Dich als Person haben. Je authentischer Du herüberkommst, umso glaubhafter wirst Du. Deswegen ist es wichtig, dass Du genau planst, welche Story Du eigentlich über die Bilder transportieren möchtest. Denn Du alleine musst am Ende dahinter und dafür geradestehen.

Das Buch hätte man einfach als solches fotografieren können So aber bekommt das Kochbuch auf dem Küchentisch und mit Salzstreuer und Pfeffermühle eine besonders kulinarische, aber minimalistische Optik.

Du hast Fragen zu meine Artikel? Oder Du möchtest mich für eine meiner Dienstleistungen rund um Webseiten, Social Media-Marketing oder einen Workshop buchen? Oder Du brauchst jemanden, der Dir für Deine Webseiten, Flyer oder Newsletter einige Texte schreibt? Ich freue mich über Deine Kontaktaufnahme und mache Dir gerne ein unverbindliches Angebot.

In diesem Sinne: Ran an die Kameras. Ich will Ergebnisse sehen!
Eure Simone

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